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Schlechte Noten in der Schule? Konzentrationsstörungen bei Kindern

Viele Eltern klagen über schlechte Noten ihrer Kinder in der Schule. Ein Grund dafür können Konzentrationsschwierigkeiten sein. Doch woher kommen diese, wann ist eine sinkende Konzentration normal und ab wann müssen Eltern Hilfsmaßnahmen einleiten?

Konzentrationsstörungen bei Kindern
Bildquelle: Gila Hanssen / pixelio.de

Konzentration bedeutet, seine Aufmerksamkeit gezielt und über einen längeren Zeitraum auf das Lösen einer bestimmten Aufgabe zu richten. Konzentration ist eine geistige Anstrengung und damit eine wesentliche Grundlage jedes Lernens.

Wie bei einer körperlichen erfolgen auch nach einer geistigen Anstrengung ein Gefühl der Ermattung und das Bedürfnis nach einer Pause. Dass die Konzentration mit der Zeit nachlässt, ist also normal und gehört genauso zum Leben wie unser Bedürfnis nach Schlaf.

Konzentrationsschwäche bei Kindern

Von Konzentrationsschwächen spricht man, wenn ein Kind unaufmerksam, leicht ablenkbar und vergesslich ist - und zwar wiederholt und über einen längeren Zeitraum. Dann sollten sich die Eltern auf Ursachenforschung begeben. Denn Konzentrationsschwächen wirken sich nicht nur auf das Leistungsspektrum aus, sondern beeinflussen auch die Motivation des Kindes.

Die Ursachen für Konzentrationsstörungen

Die Lehrer sind wichtige Gesprächspartner bei der Klärung der Frage, ob äußere oder innere Faktoren das Kind am Lernen hindern. So kann man schnell klären, ob das Kind eine bessere Arbeitsatmosphäre, mehr Pausen oder verlässliche Rituale beim Lernen braucht. Eine weitere Ursache für Konzentrationsstörungen sind oft mangelnder Schlaf, Stress oder Zeitdruck, schlechte Ernährung oder Bewegungsmangel.

Innere Faktoren einer Konzentrationsschwäche

Wenn sich die Schwierigkeiten in der Schule trotzdem nicht bessern, zieht man einen erfahrenen Kinderarzt oder Psychotherapeuten zu Rate. Er kann eruieren, ob eine innere Beeinträchtigung vorliegt. Drei Prozent aller Kinder in Deutschland haben Entwicklungsstörungen. Das bedeutet, dass sie in ihrer körperlichen oder geistigen Entwicklung unter dem Durchschnitt liegen. Geistige Entwicklungsstörungen können vererbt sein oder ihre Ursachen in einer Krankheit haben.

Äußere Faktoren: Wenn Probleme am Lernen hindern

Auch seelische Probleme können Kinder vom Lernen ablenken. Dazu zählen die Trennung der Eltern, der Verlust eines Angehörigen, Minderwertigkeitsgefühle oder familiäre Probleme. Ein ausgebildeter Kinder- und Jugendpsychologe kann dem Kind dabei helfen, zu einem seelischen Gleichgewicht zu finden und so auch die schulischen Noten zu verbessern.

Abklären: Lernschwächen und Lernstörungen

Ein Arzt für Psychiatrie oder ein Psychotherapeut kann klären, ob eine Lernschwäche oder eine Lernstörung vorliegt. Die bekanntesten Lernschwächen sind Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche). Bei einer Lernstörung kann ein Aufmerksamkeits-Defizit (ADS) oder ein Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) vorliegen. Bei beiden Diagnosen ist eine enge Zusammenarbeit von Ärzten, Eltern und Lehrern zu empfehlen.

 

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