Präventionsangebote der Krankenkassen | munter & gesund

Die Präventionsangebote der Krankenkassen

Grundsätzlich ist es jedem Versicherten gestattet, ausgewählte Präventionsmaßnahmen und Angebote zur Gesundheitsvorsorge zu nutzen. Hierzu zählen beispielsweise verschiedene Beratungsangebote, aber auch unterschiedliche Entspannungs- und Sportkurse.
 

Krankenkassen informieren über Präventionsangebote
Krankenkassen informieren über Präventionsangebote (Bild: DWW, inovisco)

Solche Präventionsmaßnahmen werden gezielt von Krankenkassen angeboten. Sie sollen Krankheiten vorbeugen oder das Fortschreiten einer bereits bestehenden Erkrankung aufhalten beziehungsweise verlangsamen.
 

Finanzielle Anreize durch Bonusprogramme

Bei manchen Krankenkassen können die Versicherten Geldprämien dafür einstreichen, dass sie Wert auf eine gute Gesundheit legen. Die Höhe der jeweiligen Geldprämie ist von der Häufigkeit der Teilnahme und der Art der Maßnahme abhängig.

Hierdurch ergibt sich für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Die Krankenkassen können durch Präventionsmaßnahmen auf lange Sicht ihre Ausgaben reduzieren; die Versicherten leisten hingegen einen wichtigen Beitrag für ihre eigene Gesundheitsvorsorge.

Die Präventionsmaßnahmen können beispielsweise folgende gesundheitliche Aspekte berücksichtigen:

  • Erlangen eines Sportabzeichens zum Nachweis sportlicher Betätigung
  • Vermeidung oder Reduzierung von Übergewicht
  • Verzicht auf den Konsum von Nikotin
  • regelmäßige Zahnvorsorge
     

Sachleistungen als Anreize bei den Bonusprogrammen

Sachleistungen zählen zu beliebten Prämien der Krankenkassen für ihre Versicherten. Oberstes Ziel dieser Bonusprogramme ist es, die gesundheitliche Vorsorge in verschiedenen Lebensbereichen zu fördern.

Für die Teilnahme an bestimmten Vorsorgeleistungen sammelt der Versicherte Bonuspunkte, die er im Anschluss an eine Prämie seiner Wahl eintauschen kann. Bei den Prämien kann es sich beispielsweise um einfache Sportgeräte, Fahrräder, aber auch elektronische Hilfsmittel handeln. In der Regel besitzen die Sachprämien also einen Bezug zur Gesundheitsvorsorge.
 

Gesundheitskurse als Präventionsmaßnahme

Damit die Versicherten einen möglichst gesunden Lebensstil verfolgen, bieten Krankenkassen Gesundheitskurse an. Inhalte dieser Kurse sind beispielsweise Methoden zur Stressbewältigung, die Bekämpfung von Suchtproblemen und die Motivation zum Ausüben einer Sportart. Das Angebot an Kursen ist innerhalb der einzelnen Krankenkassen jedoch sehr unterschiedlich.

Im Rahmen der Gesundheitsreform im Jahr 2010 wurden Gesundheitskurse durch den Gesetzgeber neu geregelt. Entsprechend können nur noch zwei Gesundheitskurse jährlich gefördert werden. Vor dem Jahr 2010 war es nicht unüblich, dass Krankenkassen mehr als zehn Kurse pro Jahr finanziert haben.
 

Zuschüsse zu elektrischen Hilfsmitteln

Fitness-Tracker oder Fitness-Uhren sind längt keine Randerscheinung mehr. Auch die Krankenkassen haben den Nutzen dieser Gadgets entdeckt und erkannt, dass diese durchaus einen positiven Einfluss auf eine gesunde Lebensweise - speziell der jüngeren Generation - haben können.

Daher wird die Anschaffung dieser elektronischen Hilfsmittel von einigen Krankenkassen bezuschusst. Allerdings ist diese finanzielle Förderung an klare Regeln gebunden, die innerhalb der Krankenkassen unterschiedlich sind.

Experten sehen in diesem Fall "zwei Seiten einer Medaille". Auf der einen Seite ist es lobenswert, sich nicht den technischen Errungenschaften der modernen Zeit zu verschließen - auch im Gesundheitsbereich. Auf der anderen Seite haben jedoch Experten die Befürchtung, dass sich die Versicherten weniger auf das eigene Gefühl verlassen, als vielmehr auf die Technik zu hören und sich von dieser überwachen und dominieren zu lassen.
 

Kostenübernahme von privaten Zusatzleistungen

Im Grunde handelt es sich bei der Finanzierung von privaten Zusatzleistungen um eine Form der Geldprämie. Mit dem Nachweis gesundheitsfördernder Maßnahmen erhält der Versicherte eine Gutschrift, die er dann für verschiedene private Zusatzleistungen verwenden kann. Beispielsweise kann es sich hierbei um eine professionelle Zahnreinigung oder eine Akupunktur handeln - Anwendungen also, die sich nicht im regulären Leistungskatalog der Krankenkassen finden.
 

Unser Fazit zu den Präventionsangeboten der Krankenkassen

Präventionsprogramme bieten für die Versicherten den Vorteil von Geld- oder Sachprämien. Für die Krankenkasse bedeuten sie langfristig gesehen Kosteneinsparungen, da die Gesundheit der Versicherungsnehmer von den verschiedenen Programmen profitiert.

 

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