Amalgamsanierung: Ja oder Nein?

Ist eine Amalgamsanierung sinnvoll?

Ursprünglich als praktisches Füllmaterial für Zähne erfunden, gilt Amalgam heute als umstrittenes Füllgut, das in Einzelfällen zu Belastungsreaktionen führen kann. Grund dafür ist der hohe Quecksilberanteil der Amalgamfüllungen.

Da dieses Füllmaterial bereits seit langer Zeit in Zahnarztpraxen Verwendung findet, zieren Amalgamfüllungen viele Münder. Treten Beschwerden auf, kann eine Amalgamsanierung sinnvoll sein.

Amalgamsanierung - ja oder nein?
Bildquelle: Claudia Heck / pixelio.de

Trotz der weltweiten Verwendung ist Amalgam regelmäßig ein Diskussionsthema. Nicht ohne Grund: Amalgam besteht zur Hälfte aus hochgiftigem Quecksilber.

Was in Einzelfällen zur Belastung für den Menschen werden kann, ist in der Masse ein nicht zu unterschätzendes Umweltproblem. Seit Jahren schwebt ein Amalgamverbot wie ein Damoklesschwert über der Europäischen Union. Bis heute ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Krankenkassen zahlen bereitwillig für das günstige, aber dennoch widerstandsfähige Füllmaterial. Sollen Zuzahlungen beim Zahnarzt vermieden werden, muss der Patient sich mit Amalgam "begnügen".

Schwermetallbelastung durch Amalgamfüllungen

Ob Amalgam die Entstehung ernsthafter Erkrankungen begünstigt, ist ungeklärt. Dass Amalgamfüllungen zu Beschwerden führen können, dürfte dagegen unumstritten sein. Zumindest eine psychogene Amalgam-Unverträglichkeit - seit Jahrzehnten bekannt - ist für den jeweiligen Patienten eine spürbare Belastung. Auch die Anwendung am Milchgebiss ist nicht angeraten, um eine zusätzliche Schwermetallbelastung für den Organismus zu vermeiden.

Die Symptome sind so verschieden, wie zahlreich. Von Müdigkeitserscheinungen, über Kopfschmerzen und Migräne, bis hin zu Depressionen oder Allergien reicht die Bandbreite der möglichen Amalgam-Belastungsreaktionen. Ob eine Schwermetallbelastung im menschlichen Körper vorliegt, kann durch ein Testverfahren festgestellt werden.

Wohlbefinden durch Amalgamsanierung

Sind Schwermetallbelastungen festgestellt worden oder liegt eine psychogene Amalgamunverträglichkeit vor, kann eine Entfernung der Amalgamfüllungen durch den Zahnarzt sinnvoll sein, um ein gesundes Wohlbefinden zurückerlangen zu können.

Neben der kompletten Entfernung alter Amalgamfüllungen, wird bei einer Amalgamsanierung das unverträgliche Füllmaterial durch eine körperverträgliche Zahnfüllung ersetzt. Welches Ersatzmaterial zum Einsatz kommt, kann ein Gespräch mit dem Zahnarzt des Vertrauens klären.

 


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