Nagelbettentzündung - Was hilft dagegen? ... M&G

Was hilft gegen Nagelbettentzündung?

Viele Menschen kennen das Problem: Nach Bagatellverletzungen können sich in der Haut, die einen Zehen- oder Fingernagel umgibt, empfindlich schmerzende Wunden bilden.

Durch eine bakterielle Infektion der Hautverletzungen kann zusätzlich eine eitrige Entzündung entstehen. Der Betroffenen leidet unter einer Nagelbettentzündung, die in der medizinischen Fachsprache als Panaritium bezeichnet wird.

Was hilft gegen Nagelbettentzündung?
Bildquelle: CFalk / pixelio.de

Der Bereich unter der verhornten Platte des Nagels wird als Nagelbett bezeichnet. Durch zu kurz geschnittene Zehen- oder Fingernägel, durch zu enge Schuhe, durch das Einziehen eines Splitters in das Nagelbett oder durch kleine Einrisse der Haut um den Nagel entstehen oft winzige Wunden.

In diesen Wunden können beispielsweise durch Staphylokokken Eiterherde entstehen, die sich schnell auf das gesamte Nagelbett und die Hautbereiche neben dem Nagel ausweiten können.

Die Folgen einer Nagelbettentzündung

Der Betroffene klagt über pulsierende Schmerzen am geröteten und überwärmten Wundbereich. Durch die auftretende Schwellung kann es zu Bewegungseinschränkungen kommen. Es bildet sich schnell ein eitriger Abszess.

Unbehandelt kann sich die Nagelbett-Entzündung auf die weitere Umgebung des Nagels und in die Tiefe bis auf die Knochen, Gelenke und Sehnen ausbreiten. Die Nagelplatte kann sich über dem Abszess komplett ablösen.

Bei einem solchen Verlauf muss die Eiter-Ansammlung von einem Chirurgen entfernt und die Wunde sorgfältig gereinigt werden. Neben der Einnahme von Antibiotika ist in schweren Fällen oft auch eine Ruhigstellung mit einer Gipsschiene von Hand oder Fuß notwendig.

Eine Nagelbettentzündung muss nicht in jedem Fall einen solch heftigen Verlauf haben. Jedoch muss die Erkrankung bereits im frühen Stadium ernst genommen werden!

Frühes Behandeln einer Nagelbettentzündung vermeidet Komplikationen

Bei frühzeitig eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen können oft die beschriebenen schweren Verläufe vermieden werden.

In jeder Apotheke gibt es Medikamente für die Eigenbehandlung von Nagelbettentzündungen - bei Fragen auch fachkundige Beratung. Besonders bewährt haben sich Salben, die Lärchenterpentin enthalten. Diese sogenannten "Zugsalben" bewirken eine sanfte und gründliche Entfernung der Eiteransammlung.

Unterstützend dazu sollte der entzündete Bereich in handwarmem Wasser gebadet werden, dem ein Kamillenextrakt zugefügt wurde. Zur Unterstützung der Heilung und bei chronischen Formen kann medizinische Hefe in Tablettenform eingenommen werden.

 


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